Apoptygma Berzerk Leipzig (Wolfgang & Björn)
von Wolgang & Björn
Es war ein sonniger Sonntag, in Bayern türmten sich die Schneemassen und wir spazierten bei Vorfrühlingssonne vom Leipziger Hauptbahnhof zum Werk II. Ein nicht ganz kurzer Weg, wer sich auskennt. Dort angekommen haben wir erstmal einen Kulturschock bekommen beim Anblick der Örtlichkeit, siehe Bildplakat in der Fotoshow von DaniK.
Aber das konnte der gespannten Erwartung auf das Konzert keinen Abbruch tun. So gegen 19.30 Uhr begann der Einlass, sehr genau und langsam waren die Personenkontrollen, Männlein und Weiblein getrennt. Drinnen angekommen wurde erstmal ein guter Platz gesucht. So kam ich ohne Probleme in die 2 .Reihe und das noch in der Mitte J. Nun also konnte das Konzert beginnen !
So gegen 21.00 Uhr, oder war es später (?), weiss es nicht mehr so genau, da ich laufend telefonierte und noch ne SMS verfasst habe, kamen die Fotografen in den Graben und die Band F.A.Q. begann mit der Show.
Dieser Sache hat sich Björn angenommen:
„Hallo, ich bin´s wieder. Heute möchte ich Euch von einer Band berichten, die ich auf einem Apoptygma Berzerk- Konzert als Vorband kennen lernen durfte.
Die Band heißt F.A.Q. (ausgesprochen Ef. Ah. Ku.)
Sie sind zu dritt, drei absolut abgefahrene Typen, kommen aus der Schweiz und haben bereits ein Album veröffentlicht. Das Album heißt “Is Pornography Art“. Ja und so traten sie natürlich auch auf. Skurril, faszinierend und einfach nur anders. Und obwohl mich diese Art von Musik nicht wirklich berührt, mache ich bei dieser Band eine Ausnahme. Ich bin wirklich beeindruckt. Der Song “We Come In Pieces“ ist ein echter Leckerbissen und wurde zusammen mit Stephan Groth von Apoptygma Berzerk aufgenommen.
An Selbstvertrauen fehlt es ihnen mit Sicherheit nicht. Auch brauchen sie sich nicht hinter Bands wie Apoptygma Berzerk und anderen zu verstecken. Ich denke in ihnen steckt eine Menge Potential und sie werden nicht nur eine Band unter vielen unbekannten Bands bleiben.
Tschüß bis bald... Euer Björn „
Die Umbaupause war nicht allzu lang und bald kamen die Fotografen wieder in den Graben, was den unmittelbaren Beginn des Hauptakts andeutete. Und schon ging es los „Eclipse“, ein richtiger Kracher aus der „old school“ heizte der Menge ein. Die Setlist war identisch mit der vom Konzert in Hannover, von denen Dani und Zissy vor einiger Zeit einen Bericht verfasst haben, also spare ich mir sie hier nochmals einzufügen. Die Songs von der Shine on Single „You keep me from breaking apart“ und „Tuning“ waren allen Besuchern sofort gut bekannt. Weitere Lieder vom aktuellen Album wie „In this together“ und „Lost in translation“ wurden erstklassisch mit „old school“ Songs gemischt. Bei „Deep red“ sprang dann auch endlich der „rote“ Funken so richtig über und die ersten Reihen sprangen und tanzten mit. Für mich war „Deep red“ das absolute Highlight des Abends. Nochmals tobte der Saal bei „Shine on“, wo ich auch die absolute Textsicherheit der Besucher bewundern konnte, also mitsingen war Pflicht ! Auch das des Öfteren durch Zwischenrufe gewünschte Lied „Nonstop Violance“ kam dann mit der ersten Zugabe. Und mit „Bitch“, wie schon auf dem APBL 2000 wurde dieses Konzert beendet. Für die meisten Besucher „viel“ zu früh, denn die ersten Reihen wollten sich nicht vom Fleck bewegen, aber das Licht ging an und die „Rausschmeißer“ Musik wurde eingespielt. Am Merchedise-Stand trafen wir noch den Gitaristen Anders von APB. Viele Fans, so auch ich ließen sich von ihm ein Autogramm geben, ich nahm dazu meine Eintrittskarte (siehe unten).
Schade, ich wäre gern noch etwas länger geblieben. So dachten auch noch andere Besucher, Doch die Bühnenarbeiter begannen kurz nach 12 mit dem Abbau und sperrten den ganzen Saal ab. Da merkte ich, dass meine Jacke noch in der Garderobe hing, also musste ich noch mal rein in den Sperrbereich, begleitet mit paar bösen Worten, holte meine Jacke und wäre fast zu Abbauarbeiten herangezogen worden, weil ich Dani und Björn suchen wollte. Beide waren aber schon rausgeschmissen worden und warteten bei eisigen Temperaturen vor dem Werk II.
So war der musikalische Teil doch schon eher als erwartet zu Ende, jedoch nicht ohne unsere Fotos gegenseitig zu bewundern. Mit schönen Erinnerungen an einen unvergesslichen Nachmittag und Abend traten wir alle, früher oder später unsere Heimreise an.
Ich kann jedem nur empfehlen: Ein APB Konzert solltet ihr euch nicht entgehen lassen.

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